Montag, 2. März 2009

ein Ton, ein Lied, Musik... auf meinem iPod

Heute werde ich mich auf die Spuren der Lieder auf meinem iPod machen. Zuerst brauchen wir:

Das Lied

Die meisten Lieder entstehen wohl auch heute noch, trotz all der Techniken und Möglichkeiten, in kleineren, grösseren oder gigantischen Proberäumen, wo auch unser Weg beginnt. Irgendwann kommt ein Mitglied der Band mit einer neuen Idee in der Probe an, und stellt diese den andern Bandmitgliedern vor. Die ganze Band gemeinsam lässt das Lied entstehen und sich entwickeln. Nachdem dieser Vorgang so oft wiederholt, und alle Songs gut eingeübt wurden, geht es ab ins Tonstudio.

Die CD Aufnahme

Im Studio nimmt die Band den Song auf. Im Studio arbeit mindestens ein Tontechniker. Dieser leitet die Aufnahmen und koordiniert die Band. Im Tonstudio wird die CD aufgenommen, abgemischt und gemastert. Manchmal wird die CD auch extern gemastert. Dies ist der letzte Schritt bei den Aufnahmen. Der Tontechniker stellt eine vorläufige CD (Premastering). Diese CD wird dann von der Band in das Presswerk geschickt. (Geschickt heisst, von der Post, wahrscheinlich in einem Bus oder Zug von einem Chauffeur transportiert und von einem Postboten wiederum ausgeliefert.

CD pressen

Im Presswerk wird aus dem Premastering ein Glasmastering. Das ist der sog. Vater der nachfolgenden CDs. Je nach gewünschter Anzahl wird die CD im Presswerk vervielfältigt. Das Presswerk beschäftigt bestimmt einige Mitarbeiter. Das Bocklet (Das Papierbüchlein in der CD wurde übrigens in der Zwischenzeit womöglich von einem Grafiker gestaltet und ebenfalls ins Presswerk gesendet.) Die fertig verpackten CDs kommen zurück zur Band, und von dort in die Verkaufsstellen.

Verkauf

Im Laden werden die CDs liebevoll von einer hübschen Verkäuferin aufgestellt und in grosser Zahl an die Kunden gebracht. An mich. Ich kaufe mir die CD, komme nach Hause und lade sie auf meinen Computer. (Welcher ganz bestimmt von vielen Menschen und Maschinen geplant, gebaut, designt, verpackt, versandt, verkauft und gekauft wurde).

Vom PC auf den iPod

Über das Programm iTunes welches von hellen Köpfen bei Apple entwickelt wurde, lade ich die Musik auf meinen PC und von dort aus fast automatisch auf meinen iPod. Dieser wurde übrigens von vielleicht denselben Genies entwickelt und umgesetzt wie das iTunes. Für die Herstellung, Vermarktung, Verpackung und den Verkauf der iPods sind bestimmt wider viele wackere Hände und Köpfe im Einsatz.

Soweit einmal die eher direkt betroffenen Personen. Zum Schluss zähle ich noch einige auf, welche in der Entstehungsgeschichte keinen Platz gefunden haben.

Instrumentebauer (Als Überbegriff für alle Beteiligten welche Schlagzeuge, Gitarren, Bässe,... herstellen).
Transport und Verkauf der Instrumente
Probelokalvermieter, Manager der Band, Hersteller der technischen Geräte im Tonstudio (Mikrophone, Computer, Mischpulte, Boxen,...)
Papierfabriken (Booklet, Notizzettel der Band, Verträge,...)

An dieser Stelle stelle ich fest, dass diese Liste wohl unendlich sein würde. Denn man könnte zurückgehen bis zu den Bauern, welche einst die Bäume Pflanzten aus welchen jetzt das Papier für das Booklet hergestellt wird. Das Netz ist gigantisch gross und überlappt sich mit anderen Produktionsschritten in der ganzen Wirtschaft.

Das notieren dieser Entstehungsgeschichte hat mir klar vor Augen geführt, dass wohl einfach alles irgendwo zusammenhängt.

4 Kommentare:

  1. Zuerst einmal finde ich es toll, dass du dir die CD's immer im Geschäft kaufst und nicht einfach im Internet herunterlädst! :)
    Ausserdem war auch mir nicht bewusst, dass so viele Menschen oder Maschinen an einer Produktion wie einer CD beteiligt sind. Es hängt wirklich alles zusammen und man könnte immer weiter zurückgehen, bis hin zum Papier, welches aus Bäumen hergestellt wird.
    Diese Aufgabe hat mir die Augen dafür geöffnet, nicht alles als selbstverständlich hinzunehmen, sondern auch einmal hinter die Dinge zu schauen und mir bewusst zu machen, wie viele Menschen nötig sind, um meinen Lebensstandard sicherzustellen.

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  2. Hallo Simone

    Ich fand es sehr spannend deine Ausführungen zum Thema Konsumgut I-Pod zu lesen. Auch ich besitzte einen und höre täglich Musik damit. Dabei habe ich mir wirklich noch nie überlegt, was alles dahinter steckt, bis so ein I-Pod im Laden verkauft wird.
    Ich finde es enorm und ich stimme dir zu, dass es wirklich gigantisch ist, was alles damit verbunden ist. Es ist schon fast unergründlich.

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  3. das ist echt unglaublich,wenn man sich überlegt, was es alles braucht, dass wir unseren alltag so leben können wie wir es tun. jedes kleinste ding hat einen unglaublich langen weg zurück gelegt, wobei viele verschiedene menschen, maschinen und materialien eine grosse rolle spielen.
    es zeigt, wir uns in der welt eingerichtet haben. fast nichts mehr wird nur an einem ort produziert, sondern alles legt einen langen langen weg zurück...

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