Freitag, 20. März 2009
Relativieren
Nur kurz finde ich in den letzten Tagen die Zeit und die Ruhe mich in der Natur auszugleichen, mir eine Pause zu gönnen. Doch weiss ich, dass ich wieder in den Genuss werden können am See entlang spazieren und in die Weite des Bodensees zu blicken, mit einem Rucksack gepackt durch Wälder streifen und dabei nur den eigenen Atem, das Knacken der Äste und zwitschern der Vögel zu hören. Jetzt begnüge ich mich die Fenster weit zu öffnen und einige Minuten über die Wiesen und Hügel blicken. Dies ist wohl noch lange nicht eine grosse Naturerfahrung, hat jedoch bereits eine Wirkung dass ich innerlich herunterfahre. Ich als Mensch mit meinen Ängsten und Freuden bin wohl für mein Leben sehr zentral, doch im Blick auf die Welt die vor einem liegt, schaut man heraus, ist man eine kleiner winziger Punkt. So erlebe ich dies auch auf meinen Ausflügen, in welchen ich mich in der Natur am See, in Wälder oder ruhigen Orten auftanke. Es ermöglicht mir Dinge die mich befassen, nicht loslassen und bei denen ich glaube, sie wären in der aktuellen Lage so zentral, ermöglichen mir eben solche Erlebnisse diese Gedanken zu relativieren. Was sind wir schon? Welche Bedeutung haben diese Inhalte wenn wir wissen, dass wir ein kleiner Teil eines riesigen „System“ sind? Die Natur strahlt für mich diese grosse Zuversicht aus. Es ist als würde sie sagen „lass los, lass dich nicht erdrücken, die Welt ist viel grösser als du glaubst“.
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