Montag, 11. Mai 2009

Bring- und Hol-Aktion

1.) Wie erging es Ihnen bei der Auswahl der mitgebrachten Gegenstände?

Manche Mitglieder fanden es schwierig, Gegenstände auszusuchen, welche wirklich einen Wert oder eine Bedeutung für einen selbst hat. Anderen fiel es einfach.

2.) Nach welchen Kriterien wählten Sie Ihre Gegenstände aus?

Die Gegenstände sollten einen Wert haben und trotzdem entbehrbar sein. Also Dinge, welche mal eine Bedeutung für einen hatte, diese jedoch mit der Zeit verloren ging.

3.) Nahmen Sie sie schweren, leichten Herzes mit? Warum?

Nachdem die Sachen gefunden wurden, konnten alle die Gegenstände leichten Herzens mitnehmen. Die Tatsache, dass jemand vielleicht Freude an den Dingen haben könnte, half uns dabei die Gegenstände mitzunehmen.

4.) Was löste es bei Ihnen aus, durch die Räume zu gehen und eine grosse Anzahl Gegenstände, die eigentlich Ihren Kolleginnen und Kollegen gehörten, zur freien Minahme vorzufinden?

Da man selbst Gegenstände mitgebracht hatte, fiel es leichter, Dinge mitzunehmen. Manchmal brauchte es trotzdem Überwindung, etwas mitzunehmen. Die Bring und Hol Aktion regte zum Nachdenken an. Brauche ich diesen Gegenstand wirklich? Weshalb besitzen wir so viele Dinge, die wir eigentlich entbehren können? ...

5.) Vielleicht sind nicht alle Ihre Gegenstände an eine andere Person weitergegangen. Was empfinden Sie dabei?

Das macht uns nichts aus. Die Freude über weggegangene Sachen überwiegt.

6.) Habe ich mehr gebracht als genommen oder umgekehrt? Warum?

Wir haben alle weniger genommen als gebracht. Dies deshalb, da wir uns genauer überlegten, ob wir den Gegenstand wirklich gebrauche können.

7.) Wie könnte eine solche "Bring- und Hol-Aktion" in Ihrer Schulpraxis umgesetzt werden?

Die Kinder bringen eine gewisse Anzahl Gegenstände mit und breiten diese aus. In verschiedenen Runden wird zuerst geschaut, dann getauscht. Wichtig dabei ist, dass zu Beginn gewisse Regeln festgelegt werden (man darf nur soviele Gegenstände mitnehmen wie man gebracht hat, ...)

Sonntag, 10. Mai 2009

gehZEITEN Nachtwanderung





Nach langem hin und her und mehrfachen Abstimmungen über verschiedene Vorschläge, entschlossen wir uns dazu, eine Nachtwanderung durchzuführen und die gewanderte Zeit dem Projekt geh-ZEITEN des Klima Commitment zu schenken.

Das Projekt gehZEITEN:

Millionen Schritte, tausende Teilnehmer, 365 Tage, eine Vision: Schweizweit unterwegs für Nachhaltigkeit!

Das Hauptziel dieses Projektes:
Personen für den Umwelt- und Klimaschutz zu sensibilisieren.

Die Idee:
die Bevölkerung für den Klimaschutz zu bewegen - im eigentlichen und übertragenen Sinn.
Während 365 Tagen durchqueren bewegungsfreudige Personen möglichst viele Kantone und Regionen der Schweiz. Spender bezahlen - gleich einem gross angelegten Spenderlauf - einen von ihnen festgelegten Betrag.

Näheres kann unter dieser Seite nachgelesen werden:
http://www.klima-commitment.ch/gehzeiten/Konzept.htm

Unsere Gedanken

Wir entschlossen uns dazu als aktive Wanderer(innen) dem Projekt beizutreten. Wir meldeten uns an, d.h. wir trugen uns im Kalender des gehZEITEN Projektes ein. Und freuten uns auf diesen speziellen Anlass. Nachhaltig unterwegs sein, zu Fuss, den Körper in einer aussergewöhnlichen Situation spüren, die Nacht erleben, die Ruhe der Nacht geniessen...

Die Wanderung

Treffpunkt: 7. Mai 2009 -- 20.30Uhr -- Kirche St.Georgen

Die Route:
St.Georgen Kirche -- Schäflisegg -- Waldegg -- St.Georgen



Auf dem Weg zur Schäflisegg wanderten wir mit dem Sonnenuntergang im Rücken dem Mond und somit der Nacht entgegen.





Von der Schäflisegg aus machten wir uns im Mondenschein oder mit Taschenlampenlicht weiter auf den Weg in Richtung Waldegg. Dort rasteten wir das zweite Mal und gönnten uns eine Linzertorte.



Nach der stärkung um ca. 23.00 Uhr begaben wir uns auf den Rückweg durch den tiefen, dunklen Wald.

Reflexion

Für uns alle war die Nachtwanderung eine sehr gute Erfahrung, da wir diese Reise wahrscheinlich nicht "einfach so" gemacht hätten. Solche Aktionen brauchen immer eine gewisse Überwindung bis man auf dem Weg ist.
Dadurch, dass die Wanderung in der Nacht stattfand, nahmen wir die Natur und unsere Umwelt auf ganz andere Weise als gewöhnlich war. Wir setzten nicht nur unsere Augen, sondern auch die anderen Sinne ein um die Natur aufzunehmen. Dies war für uns eine sehr schöne Erfahrung. Wenn im Wald das Mondlicht verschwand und wir die tiefe Dunkelheit spürten, waren wir froh in einer Gruppe unterwegs zu sein. Schnell verwandelt sich ein Baumstamm in einen Wolf oder ein raschelnder Busch lässt einem das Herz höher schlagen. Man nimmt die Umwelt ganz anders wahr, obwohl nur die Lichtverhältnisse anders sind.
Natürlich war es auch einfach wunderschön zu beobachten, wie die Sonne verschwand und die Nacht sich langsam ankündigte. Zeitweise lauschten wir der Nacht und stellten fest wie gut es sich anfühlt die Ruhe zu geniessen. In der Gruppe herrschte eine sehr lockere und entspannte Stimmung. Wir alle genossen diese Wanderung sehr und schätzen die gewonnenen Erfahrungen.
Es gefiel uns sehr, bewusst durch die Natur zu gehen, diese wahrzunehmen und unsere Schritte schlussendlich dem Projekt „Gehzeiten“ zu schenken. Richtig bewusst zu gehen, bewusst eine natürliche Fortbewegungsart zu wählen und diese zu geniessen löste in uns ein gutes Gefühl aus.
Diese Erfahrung des Nachtwanderns hat einmal mehr unsere Verbundenheit und Liebe zur Natur und Umwelt gestärkt. Wir werden bestimmt weiterhin sehr viel Zeit draussen verbringen und versuchen, der Umwelt Sorge zu tragen.