Sonntag, 22. März 2009

Allein und doch nicht einsam...

Ein besonderes Erlebnis, so ganz allein in der Natur unterwegs zu sein. Jedes mal stelle ich von neuem fest, dass ich mich in der Natur selten alleine fühle. Alleine sein, aber sich nicht alleine fühlen. Im Gegensatz dazu habe ich schon Situationen erlebt, in denen ich inmitten einer grossen Menge war und mich einsam gefühlt habe. Nun, wären es fremde Menschen gewesen, wäre das ja in irgendeiner Form nachvollziehbar, ich kenne dieses Gefühl aber auch, wenn ich mit vertrauten Menschen unterwegs bin. Nun gut, darum geht’s jetzt nicht und das sind zum Glück ja auch nur Ausnahmefälle! J

Einmal mehr habe ich bei diesem Ausflug in die Natur gespürt, wie viel sie einem mit auf den Weg gibt. Sich alleine in der Natur aufzuhalten führt zu einer gewissen Wachheit und einem Interesse gegenüber den kleinen Dingen. Es entsteht ein warmes Gefühl im Bauch. Zufriedenheit.

Leider vergesse ich oft, wie wunderschön unsere Natur ist und wie viel Energie sie einem spendet, wenn man sich mit ihr auseinandersetzt.

Ich bin auf dem Land gross geworden und habe mich früher sehr oft in der Natur aufgehalten. Seit ich in der Stadt wohne gelingt es mir immer seltener, dieses Angebot unserer Natur zu nutzen. – eigentlich ein grosser Verlust!
Nun ja, natürlich nehme ich mir jetzt vor, das wieder öfters zu machen. Ob es mir auch gelingt, wird die kommende Zeit zeigen...

Freitag, 20. März 2009

Relativieren

Nur kurz finde ich in den letzten Tagen die Zeit und die Ruhe mich in der Natur auszugleichen, mir eine Pause zu gönnen. Doch weiss ich, dass ich wieder in den Genuss werden können am See entlang spazieren und in die Weite des Bodensees zu blicken, mit einem Rucksack gepackt durch Wälder streifen und dabei nur den eigenen Atem, das Knacken der Äste und zwitschern der Vögel zu hören. Jetzt begnüge ich mich die Fenster weit zu öffnen und einige Minuten über die Wiesen und Hügel blicken. Dies ist wohl noch lange nicht eine grosse Naturerfahrung, hat jedoch bereits eine Wirkung dass ich innerlich herunterfahre. Ich als Mensch mit meinen Ängsten und Freuden bin wohl für mein Leben sehr zentral, doch im Blick auf die Welt die vor einem liegt, schaut man heraus, ist man eine kleiner winziger Punkt. So erlebe ich dies auch auf meinen Ausflügen, in welchen ich mich in der Natur am See, in Wälder oder ruhigen Orten auftanke. Es ermöglicht mir Dinge die mich befassen, nicht loslassen und bei denen ich glaube, sie wären in der aktuellen Lage so zentral, ermöglichen mir eben solche Erlebnisse diese Gedanken zu relativieren. Was sind wir schon? Welche Bedeutung haben diese Inhalte wenn wir wissen, dass wir ein kleiner Teil eines riesigen „System“ sind? Die Natur strahlt für mich diese grosse Zuversicht aus. Es ist als würde sie sagen „lass los, lass dich nicht erdrücken, die Welt ist viel grösser als du glaubst“.

Eine Stunde Wald-pur

Einen ähnlichen Auftrag beinhaltete der SOL Auftrag vom Vertiefungsstudium "Welt erleben und entdecken". Dort handelte es sich allerdings um einen ganzen Tag, den wir möglichst alleine im Wald und nicht auf belebten Wegen verbringen sollten. Als ich diesen Wochenauftrag las, freute ich mich richtig darauf, diese Erfahrung noch einmal zu machen und mir die Gedanken vom SOL nochmals durch den Kopf gehen zu lassen.

Ich machte mich also auf den Weg in Richtung Brand in St. Georgen machte, achtete ich darauf möglichst keinen Menschen zu begegnen. Ich suchte mir ein lauschiges Plätzchen wo ich mich an diesem sonnigen Nachmittag mit einer Thermoskanne Tee für ein Stündchen verweilen würde.

Dem Wald zuhören:

Man hört wie der Frühling erwacht ist. Die Vögel und die Pflänzchen erwachen aus dem "Winterschlaf". Überall schauen kleine Bärlauchblättchen zum Boden heraus. Ich beobachte einige Ameisen bei ihrer Arbeit. Als ich gemütlich an meinem Tee nippte, konnte ich kleine Käfer beobachten. Entfernt hört man Autos, und Flugzeuge...Was wäre, wenn irgendwann nur noch der Stadtlärm bleiben würde?? Keine Wald-Oasen mehr um sich zu erholen? Es fällt mir auf, was wir alles zerstören, wenn wir weiterhin so leben wie bisher. Wir, mit dem Fach BNE, werden jetzt extrem wachgerüttelt. WAS IST MIT DEM REST DER WELT??

Jetzt geniesse ich den Wald noch extremer. In vollen Zügen Sonne tanken und frische Luft einatmen. Ich geniesse was ich noch kann, bevor ich mich auf den Weg zurück in den Stadt-Stress mache.

Donnerstag, 19. März 2009

Eine Stunde Gratis-Medizin

Eine Stunde Natur bewusst wahrnehmen steht für mich generell für eine Stunde Wohlfühlen!
Nicht nur die Natur, sondern auch die Bewegung oder z.B. das gemütliche Sitzen auf einer Bank in der Sonne sind wie Medizin für Geist und Seele.

Bei strahlendem Sonnenschein ging ich umso lieber noch nach draussen.
Ob ich ohne diesen Auftrag gegangen, wäre – ich weiss es nicht. Obwohl ich aus Erfahrung weiss, wie gut diese Momente im Wald oder irgendwo sonst tun.
Ich legte also bewusst eine Pause ein – runterfahren und den Kopf lüften von der Arbeit.

Wie jedes Jahr wenn ich einen der ersten Frühlingstage draussen verbringe, wird mir bewusst, wie schön die Natur ist und wie viel Kraft sie mir spendet.


Wieder einmal tief durchatmen, Sonne tanken, die Vögel zwitschern hören. Es hat mich entspannt und zwar nicht nur an diesem Tag. Mir wurde einfach einmal mehr bewusst, wie tragisch es wäre, hätten kommende Generationen diese Möglichkeit des Entspannens, diese Selbstverständlichkeit von positiven Naturerlebnissen, frischer Luft nicht mehr. Undenkbar ein Leben, wo es ungesund wäre sich draussen aufzuhalten und Natur und Ruhe geniessen zu können.

Mittwoch, 18. März 2009

Waldspaziergang

Mein erster Gedanke bei dem Durchlesen des Wochenauftrags war: „Na toll.. Gerade in dieser stressigen Zeit (Bachelorarbeit, etc.) stellen sie uns so einen Auftrag.“

Trotzdem habe ich mir die Zeit genommen und einen ausführlichen Spaziergang am Waldrand unternommen.
Schnell merkte ich, dass diese Augenblicke in der Natur eine unglaublich entspannende Wirkung auf mich hatten. Ich konnte so etwas vom stressigen Alltag abschalten und mich allein auf die Natur und deren Eindrücke auf mich konzentrieren. Es gefiel mir, wie der Frühling sich langsam auf den Wiesen bemerkbar machte, die Vögel wirr durcheinander zwitscherten und ich mich von allen Gedanken und Sorgen befreien konnte.

Bereits als Kind verbrachte ich gerne möglichst viel Zeit in der Natur und seither fühle ich mich sehr mit ihr verbunden.
Es ist mir sehr wichtig, dass noch viele viele Menschen nach mir diese wunderschöne Natur erleben und bewundern können. Deshalb würde ich ihr auch niemals (bewusst) Schaden zufügen. Natürlich weiss ich (spätestens seit der ersten Veranstaltung zu „Bildung für nachhaltige Entwicklung“), dass ich sehr wohl eine schädigende Wirkung auf die Umwelt habe. Doch Augenblicke in der Natur, wie dieser Spaziergang zeigt, verstärken stets mein Gefühl, der Sorge um die Welt und die Natur im speziellen.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass mir dieser Spaziergang sehr gut getan hat und ich froh bin, trotz des ganzen Stresses oder vielleicht sogar genau deswegen, mir die Zeit dazu genommen zu haben.

Freitag, 13. März 2009

Achtsam leben, in jedem Alltag

Achtsam zu leben bedeutet für mich den Weg durch den Alltag und das Leben in einem Schritttempo zu gehen, welches einem möglich macht, sowohl graue unscheinbare Steine als auch blütende Blumen am Wegesrand wahrzunehmen. (im übertragenen Sinn) Einen wichtige Voraussetzung für diese Achtsamkeit, welche ich auch mit einer bestimmten Wachsamkeit verbinde, scheint mir die eigene Ruhe in sich zu sein. Ich erlebe es häufig so, dass es mir weniger schwer fällt achtsam zu sein, wenn ich mich auch im Alltag present und mit beiden Füssen am Boden erlebe. Diese Woche ist es mir wegen Krankheit und innerer Unruhe schwer gefallen meine Aufmerksamkeit auf das, was mich umgibt zu lenken. Schade, eigentlich sollte Achtsamkeit im Alltag nicht einfach nur wegen kleinen Stimmungsschwankungen verworfen werden. Ich denke aber dass Achtsamkeit mit dem wachsenden Wissen über den Zustand unserer Welt stetig selbstverständlicher wird und man seinen Blick auf wesentliche Vorgänge, Zustände, Entwicklungen konzentrieren kann.

Donnerstag, 12. März 2009

Achtsam wahrehmen, achtsam werden

Durch ein Post-it an dem Badezimmerspiegel wurde ich jeden Morgen früh daran erinnert achtsam zu sein, bzw. noch achtsamer zu werden. Dieses Modul hat mir so oder so schon die Augen geöffnet. Herkunftsländer auf Lebensmitteln und laufende Wasserhähnen blieben meinem Auge nicht verborgen.

Ich habe gemerkt, dass ich in dieser Woche jedoch noch ein wenig aufmerksamer wurde, vor allem dann, wenn ich meine Mitmenschen, und Mitbewohner beobachtete. Jetzt brennt keine Lampe mehr in unserer Wohnung, welche nicht direkt einen Menschen beleuchtet.

Bei mir selbst habe ich vor allem darauf geachtet auch konsequent zu handeln. Ein Beispiel ist der Kauf von Lebensmitteln. Vor dieser Post-it Aktion achtete ich einfach darauf, woher die Produkte kamen. Wenn ich allerdings gerade Lust hatte auf die, ein bisschen schönere Orange von etwas weiter her, habe ich sie trotzdem gekauft. Diese Woche war Schluss mit diesen halben Sachen. Man muss ab und zu einfach ein Bisschen streng zu sich selbst sein. (und nicht so schöne Orangen schmecken ebenso gut).

Beim Stromverbrauch und dem "Standby-Problem" sind wir zu Hause sehr gut eingerichtet mit Steckleisten, welche einen Hauptschalter haben. Ich musste mich nur noch etwas an der Nase nehmen, um auch meinen Laptop an diesen anzuschliessen, obwohl eine andere Steckdose vielleicht näher bei mir wäre.

Ich habe gemerkt, dass man nie achtsam genug durchs leben gehen kann. Es gehen keine Zeitungsartikel in welchen die Problematik der Klimaerwärmung vorkommen, spurlos an mir vorbei. Ich denke, dass ich das Post-it Zettelchen gerade noch eine Woche hängen lasse und schaue, was mir sonst noch so auffällt.

Achtung: Achte darauf!

Auch mir ist bereits seit den letzten Wochen viel bewusster geworden, wie und in welchen Situationen ich nachhaltig handeln und leben kann. Ich achte auch sehr darauf, diese Dinge einzuhalten und meistens schaffe ich es auch.
Doch bei mir hat sich diese Woche durch den Notizzettel diese Achtsamkeit für nachhaltiges handeln nochmals verstärkt.
So lösche ich immer überall das Licht, bevor ich das Zimmer oder die Wohnung verlasse, lasse nicht unnötig heisses Wasser laufen, lasse keine Fenster spaltbreit offen und achte auch beim Obst- und Gemüsekauf auf den Herkunftsort der Produkte. Einmal jedoch, als ich Tomaten kaufen ging, hatte es nur welche aus Marokko oder Spanien. Schade, dass die Ladenbesitzer nicht immer selbst darauf achten, Lebensmittel aus der Region anzubieten.
Ich weise Andere auch auf diese Massnahmen hin und rege sie dazu an, diese Handlungen selbst zu berücksichtigen.

Natürlich kann es sein, dass trotzdem mal ein Licht vergessen geht, wenn man das Stockwerk oder den Raum wechselt. Es ist aber schon sehr bedeutend, wenn man diese „Fehler“ bemerkt und darauf achtet, das nächste Mal richtig zu handeln. Dieses Modul hat mir schon sehr bei dieser Denkweise geholfen.
... erstaunlich ist, dass ich mir die Tatsache mit dem vorzeitigen abbremsen der WC-Spülung nicht einfach so angewöhnt habe, sondern diese von einer defekten Spülung bei meine Eltern her stammt.
Diese musste jeweils gestoppt werden, da das Wasser sonst immer weiter gelaufen wäre.
Es ist also aus einer Notwendigkeit ein nachhaltig anwirkendes positives Verhalten entstanden. Manchmal bräuchten wir mehrere dieser dringenden Alarmschilder oder defekten WC's um eine andauernde Veränderung hervorzurufen und dann zu sehen, das es keinerlei Aufwand Bedarf, wenn so etwas verinnerlicht wurde.

Achtsam sein, achtsam werden

Durch das Modul mache ich mir bereits viel mehr Gedanken über alltägliche Handlungen, Angewohnheiten oder Verhaltensweisen.

Das "Post-it" hatte auf mich, ohne dass ich es überhaupt zu sehen brauchte, eine noch grössere Wirkung auf mein Verhalten als die letzten Vorlesungen.

Beim Einkauf von Gemüse achtete ich plötzlich konsequent darauf, dass ich nur Gemüse aus der Schweiz kaufte.
In der Wohnung lösche ich nun so gut wie immer das Licht, wenn ich einen Raum verlasse, was ich vorher nie so konsequent gemacht hatte.

Achtsam sein bedeutet für mir wach sein, wahrzunehmen, was um mich geschieht, mich fragen, ob das wirklich nötig ist usw. Dabei muss ich gegen die allfällige Bequemlichkeit und das Ausweichverhalten oder die Entschuldigungen angehen...
Es ist ein Prozess, der abläuft.
Wie einfach es sein, kann wenn man das alte Muster abgelegt hat und das neue automatisiert hat, zeigt bei mir die Tatsache, dass ich die WC-Spüle nicht durchlaufen lassen, sondern, wo immer möglich nur kurz spüle und z.B. den Spülknopf gleich wieder hochziehe. Diese Handlung ist bereits so automatisiert, dass sie keinerlei Anstrengung bedarf. Dies ist auch mein Ziel. Umzugewöhnen!.

Eine Woche voller Achtsamkeit

Nun, es macht schon einen grossen Unterschied, ob man versucht, wirklich bewusst darauf zu achten. Ich hatte allgemein in den letzten Wochen schon eine grosse Veränderung gespürt, durch die vertiefte Auseinandersetzung mit der Thematik in den Seminaren. Schon allein dadurch, wurde mir immer mehr und mehr bewusst, wie viele kleine Sachen es tatsächlich an einem normalen Tag für die Umwelt zu tun gibt.

Die Heizung von Kleidern zu befreien, um möglichst viel Wärme für den Raum zu nutzen; das Wasser, wenn immer möglich abzustellen oder zumindest auf kalt zu schalten; die Kurzprogramme der Waschmaschine zu brauchen; Das Gemüse aus der Region zu kaufen, die Fenster beim lüften kurz, aber ganz zu öffnen, und und und…
Das sind Dinge die in letzter Zeit vermehrt gehört wurden, aber dies hat auch dazu beigetragen sie auch wirklich zu berücksichtigen.

Trotzdem war diese Woche nochmals anders. Ich erinnerte mich nämlich nicht nur automatisch, oder quasi aus eigenem Antrieb daran, sondern wurde auch immer wieder durch meine Notiz zusätzlich erinnert.

Weiter heisst achtsam leben aber auch, gut auf seine innere Stimme zu hören, und möglichst oft, nach eigenem Ermessen sinnvoll zu handeln.
Eine Art der Bewusstseinförderung, sich selbst ein Stück weit besser kennen lernen.

Es ist schwierig umzusetzen, wenn man in einer Gesellschaft zu funktionieren hat und viele Pflichten da sind, die es zu erfüllen gilt. Meiner Meinung nach kann achtsam leben im Bezug auf sich selbst aber auch heissen, Freude oder Begeisterung für Dinge und Momente zu entwickeln…

Samstag, 7. März 2009

Rückmeldung nach 3 Runden

Liebe Blog-Gruppe
In der ersten Runde haben Sie sich mit Ihrem ökologischen Fussabdruck beschäftigt. Fairerweise veröffentliche ich auch meine Daten: 1,9 Planeten, CO2-Anteil: 7,3 t.
Staunen, Erschrecken waren Begriffe, die einige von Ihnen gebraucht haben, als Sie darüber im Blog berichteten. Es ist schon eindrücklich, einmal schwarz auf weiss die eigene Lebensweise bezüglich Nachhaltigkeit beurteilt zu sehen. Ihre Verbesserungsvorschläge fand ich überlegt und realistisch.
In der zweiten Runde war es wohl kein Problem, Berichte über nachhaltiges Verhalten zu finden. Täglich berichten Medien darüber. An unserem fehlenden Wissen kann unser nicht immer nachhaltiges Verhalten also kaum liegen. Ihre Kommentare deckten dabei die ganze Bandbreite von realtiv mageren Einsatzüberlegungen bis zu differenzierten Gedankengängen ab.
Wie vernetzt alles mit allem in einer globalisierten Welt ist, haben Sie mit Ihren Posts der dritten Runde gezeigt. Sei es Musik, brasilianischer Zuckerrohrschnaps (hier hätte ich gerne noch eine Bewertung dazu von marina gelesen), Kaffee und Papier sind Produkte, welche viele Wege über viele Menschen zurücklegen, meist - wie Sie gezeigt haben - zum Nachteil der Natur und von Menschen in den Entwicklungsländern.
In Erwartung Ihrer weiteren Posts
C. Stucky

Freitag, 6. März 2009

THE PAPER-JOURNEY

Bevor wir ein Stück Papier in den Händen halten, macht dies eine weite Reise, der wir uns oftmals nicht bewusst sind. Ganze Wälder werden dazu gerodet und ein enormer Wasser- und Energieverbrauch ist nötig, um ein Heft oder ein Blatt Papier in den Händen zu halten. Werfen wir das verwendete Papier einfach weg, so entziehen wir es dem Kreislauf. Dies geschieht vor allem mit Taschentüchern und WC-Papier.

Ein möglicher Weg:
In den riesigen Wäldern Schwedens oder Finnlands wächst ein Teil des Holzes, das später für die Papierproduktion gefällt wird.
Ein Weg der Papierherstellung führt z.B. von Schweden mit dem Schiff zur Papier-Herstellung nach Japan, dann mit dem Schiff zurück nach Europa, nach Amsterdam, von da weiter mit dem Schiff zum Rheinhafen in Basel um da verladen zu werden und zur Endverarbeitung irgendwo in der Schweiz zu landen. Von der Endverarbeitung geht’s dann per LKW ins Verkaufslager- oder –Läden, wo wir einkaufen und dann mit dem Papier im Drucker oder dem Heft in der Schule dasitzen und fröhlich reinkritzeln, Notizen machen, Arbeitsblätter gestalten usw.
Es sind enorm viele daran beteiligt, viele Arbeitsschritte in der Produktion, aber auch im Transport.

Spannende Aussagen aus diversen Quellen:
Der Wasserverbrauch für weisses Papier ist etwa 6x höher als jener für Altpapier.
Alle 2 Sekunden wird ein Urwald von der Fläche eines Fussballfeldes abgeholzt.“
Jeder 5. Baum wird für die Herstellung von Papier gefällt.

Definition von „urwaldfreundlich“ (uf)
«Verzicht auf Holz und Holzprodukte aus Raubbau. Stattdessen werden FSC-zertifiziertes Holz und/ oder Holz aus der Schweiz oder dem benachbarten Ausland verwendet. Zudem wird wo immer möglich Recyclingpapier eingesetzt. Ist hochweisses Papier notwendig, soll FSC-Papier benützt werden.»

Quellen:
www.robinwood.de
http://www.terra-human.de/journal/web_entry.php?id=408
www.wikipedia.de

Mittwoch, 4. März 2009

der Weg von Kaffee

Ich bin der Frage nachgegangen, welchen Weg eigentlich mein tägliches Suchtmittel, der Kaffee, zurücklegt…
Ich habe zwar schon so einiges darüber gewusst, trotzdem habe ich mich nochmals etwas genauer über die ganze Reise informiert.

Wie den meisten Menschen bekannt ist, kommt der Kaffe nicht gerade aus der Nähe, sondern legt einen sehr weiten Weg zurück.
Die grössten Anbaugebiete liegen in Lateinamerika, Afrika und Asien.
Dort muss der Kaffeestrauch erst einmal gepflanzt werden, nach den ersten drei Früchtelosen Jahre beginnt dann sozusagen seine Blütezeit. Allerdings kann von den gewonnenen Früchten nur der Kern verwertet werden. Es muss also zuerst der Kern vom Fruchtfleisch getrennt werden, dazu gibt es mehr oder weniger aufwändige Methoden, welche für die letztendliche Qualität mitentscheidend sind.
Nun der Kaffe muss jetzt auch noch getrocknet, exportiert und geröstet werden, bevor er in die entsprechende Verpackung abgefüllt wird und ins Supermarktregal gestellt wird.
Und dann steh ich da vor dem Regal und weiss nicht so recht, welcher denn jetzt der Beste ist, denn die Konkurrenz gross… (ab heute werde ich mich wohl auf der Verpackung informieren, wie er hergestellt wurde und welche Aromen dadurch entstanden sind.) Wenn ich mich dann entschieden habe, brauche ich nur noch zur Kasse zu gehen und ihn zu bezahlen.

Nun ja, so viele arbeitende Hände und Maschinen hat der Kaffee bereits angetroffen, bevor er bei uns die gewünschte Wirkung erzeugen kann.
Wir brauchen ihn lediglich zu kaufen und durch eine Maschine zu lassen und erhalten dadurch neue Energie, die wir mehr oder weniger sinnvoll (vielleicht sogar nachhaltig) investieren können…

Dienstag, 3. März 2009

Herstellung und Verkauf von Cachaca – von Brasilien bis in die Schweiz

Ich möchte herausfinden, wie Cachaca hergestellt wird, wie er in unsere Verkaufsregale kommt und wer alles daran beteiligt ist.

Der bekannteste Cocktail, der den Schnaps enthält, ist die Caipirinha.
Cachaca wird aus Zuckerrohr, welches in Brasilien wächst, hergestellt. Dort wird zuerst das Mittelstück des Zuckerrohrs von Arbeitern in einer Fabrik ausgepresst, anschliessend während 24 Stunden gegärt und dann destilliert. Entweder wird der Schnaps bis zu sechs Monaten mit Sauerstoff behandelt und anschliessend ungelagert verkauft, oder er wird einige Monate bis Jahre lang in den Fässern gelagert.

Schliesslich wird die Flüssigkeit von den Fabrikarbeitern oder Maschinen in Flaschen abgefüllt. Deckel werden angebracht und Flaschenaufdrucke gemacht und anschliessend die Flaschen in Kisten gestellt. Nun sind sie bereit für die Reise nach Europa.

Ein Chauffeur transportiert die Kisten mit einem Lastwagen zum Flughafen, dort werden sie von verschiedenen Arbeitern in das Flugzeug geladen, und schliesslich fliegt ein Pilot die Kisten nach Europa, beziehungsweise in die Schweiz.

Wieder am Flughafen wird der Schnaps wieder von Lastwagenchauffeuren abgeholt und an die verschiedenen Lieferorte gebracht. So gelangt das Getränk beispielsweise in den Denner oder Coop. Dort stellen Mitarbeiter den Schnaps in die Regale und somit ist er kaufbereit für die Kunden.


Auffällig ist, dass sehr viele Menschen auf der ganzen Welt an der Herstellung dieses Produkts und vieler anderer beteiligt sind, welche wir dann später in den Läden kaufen können. Leider geht der Preis, welchen wir für das weithergereiste Produkt bezahlen, oft auf die Kosten derjenigen Personen, welche im weiten Ausland für viel zu tiefe Löhne arbeiten müssen.
Durch diesen Auftrag wurde mir einmal mehr klar, dass unzählig viele Menschen an der Herstellung eines Produktes und der Ermöglichung für uns, dieses in unserem Land zu kaufen, beteiligt sind.

Montag, 2. März 2009

ein Ton, ein Lied, Musik... auf meinem iPod

Heute werde ich mich auf die Spuren der Lieder auf meinem iPod machen. Zuerst brauchen wir:

Das Lied

Die meisten Lieder entstehen wohl auch heute noch, trotz all der Techniken und Möglichkeiten, in kleineren, grösseren oder gigantischen Proberäumen, wo auch unser Weg beginnt. Irgendwann kommt ein Mitglied der Band mit einer neuen Idee in der Probe an, und stellt diese den andern Bandmitgliedern vor. Die ganze Band gemeinsam lässt das Lied entstehen und sich entwickeln. Nachdem dieser Vorgang so oft wiederholt, und alle Songs gut eingeübt wurden, geht es ab ins Tonstudio.

Die CD Aufnahme

Im Studio nimmt die Band den Song auf. Im Studio arbeit mindestens ein Tontechniker. Dieser leitet die Aufnahmen und koordiniert die Band. Im Tonstudio wird die CD aufgenommen, abgemischt und gemastert. Manchmal wird die CD auch extern gemastert. Dies ist der letzte Schritt bei den Aufnahmen. Der Tontechniker stellt eine vorläufige CD (Premastering). Diese CD wird dann von der Band in das Presswerk geschickt. (Geschickt heisst, von der Post, wahrscheinlich in einem Bus oder Zug von einem Chauffeur transportiert und von einem Postboten wiederum ausgeliefert.

CD pressen

Im Presswerk wird aus dem Premastering ein Glasmastering. Das ist der sog. Vater der nachfolgenden CDs. Je nach gewünschter Anzahl wird die CD im Presswerk vervielfältigt. Das Presswerk beschäftigt bestimmt einige Mitarbeiter. Das Bocklet (Das Papierbüchlein in der CD wurde übrigens in der Zwischenzeit womöglich von einem Grafiker gestaltet und ebenfalls ins Presswerk gesendet.) Die fertig verpackten CDs kommen zurück zur Band, und von dort in die Verkaufsstellen.

Verkauf

Im Laden werden die CDs liebevoll von einer hübschen Verkäuferin aufgestellt und in grosser Zahl an die Kunden gebracht. An mich. Ich kaufe mir die CD, komme nach Hause und lade sie auf meinen Computer. (Welcher ganz bestimmt von vielen Menschen und Maschinen geplant, gebaut, designt, verpackt, versandt, verkauft und gekauft wurde).

Vom PC auf den iPod

Über das Programm iTunes welches von hellen Köpfen bei Apple entwickelt wurde, lade ich die Musik auf meinen PC und von dort aus fast automatisch auf meinen iPod. Dieser wurde übrigens von vielleicht denselben Genies entwickelt und umgesetzt wie das iTunes. Für die Herstellung, Vermarktung, Verpackung und den Verkauf der iPods sind bestimmt wider viele wackere Hände und Köpfe im Einsatz.

Soweit einmal die eher direkt betroffenen Personen. Zum Schluss zähle ich noch einige auf, welche in der Entstehungsgeschichte keinen Platz gefunden haben.

Instrumentebauer (Als Überbegriff für alle Beteiligten welche Schlagzeuge, Gitarren, Bässe,... herstellen).
Transport und Verkauf der Instrumente
Probelokalvermieter, Manager der Band, Hersteller der technischen Geräte im Tonstudio (Mikrophone, Computer, Mischpulte, Boxen,...)
Papierfabriken (Booklet, Notizzettel der Band, Verträge,...)

An dieser Stelle stelle ich fest, dass diese Liste wohl unendlich sein würde. Denn man könnte zurückgehen bis zu den Bauern, welche einst die Bäume Pflanzten aus welchen jetzt das Papier für das Booklet hergestellt wird. Das Netz ist gigantisch gross und überlappt sich mit anderen Produktionsschritten in der ganzen Wirtschaft.

Das notieren dieser Entstehungsgeschichte hat mir klar vor Augen geführt, dass wohl einfach alles irgendwo zusammenhängt.
http://nachhaltigkeitsmodul.blogspot.com/2008/02/gruppenweblogs.html