Ich bin der Frage nachgegangen, welchen Weg eigentlich mein tägliches Suchtmittel, der Kaffee, zurücklegt…
Ich habe zwar schon so einiges darüber gewusst, trotzdem habe ich mich nochmals etwas genauer über die ganze Reise informiert.
Wie den meisten Menschen bekannt ist, kommt der Kaffe nicht gerade aus der Nähe, sondern legt einen sehr weiten Weg zurück.
Die grössten Anbaugebiete liegen in Lateinamerika, Afrika und Asien.
Dort muss der Kaffeestrauch erst einmal gepflanzt werden, nach den ersten drei Früchtelosen Jahre beginnt dann sozusagen seine Blütezeit. Allerdings kann von den gewonnenen Früchten nur der Kern verwertet werden. Es muss also zuerst der Kern vom Fruchtfleisch getrennt werden, dazu gibt es mehr oder weniger aufwändige Methoden, welche für die letztendliche Qualität mitentscheidend sind.
Nun der Kaffe muss jetzt auch noch getrocknet, exportiert und geröstet werden, bevor er in die entsprechende Verpackung abgefüllt wird und ins Supermarktregal gestellt wird.
Und dann steh ich da vor dem Regal und weiss nicht so recht, welcher denn jetzt der Beste ist, denn die Konkurrenz gross… (ab heute werde ich mich wohl auf der Verpackung informieren, wie er hergestellt wurde und welche Aromen dadurch entstanden sind.) Wenn ich mich dann entschieden habe, brauche ich nur noch zur Kasse zu gehen und ihn zu bezahlen.
Nun ja, so viele arbeitende Hände und Maschinen hat der Kaffee bereits angetroffen, bevor er bei uns die gewünschte Wirkung erzeugen kann.
Wir brauchen ihn lediglich zu kaufen und durch eine Maschine zu lassen und erhalten dadurch neue Energie, die wir mehr oder weniger sinnvoll (vielleicht sogar nachhaltig) investieren können…
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Hallo Christina
AntwortenLöschenEs ist schon ziemlich selbstverständlich geworden! Hinein in den Laden - bezahlen - geniessen (einzig das Auswählen bereitet manchmal Mühe ;-). Du zeigst schön auf, was es in Wirklichkeit alles bedarf, bis der Kaffee in seiner endgültigen Form vorliegt. Es ist für uns zu einem selbstverständlichen Konsumgut geworden und für viele nicht mehr wegzudenken. Die Preise kann man eigentlich auch vernachlässigen, wenn man bedenkt, was die Kosten für die Herstellung und Transporte (und gerechte Löhne!) betragen mögen.
Hallo Christina
AntwortenLöschenJa, das ist schon eine schräge Vorstellung. Der Kaffee geht durch soviele Hände irgendwo in Süd- oder Mittelamerika, durchläuft verschiedene Schritte um vollendet zu werden und wir brauchen nur die Tüte aus dem Regal zu nehmen, ihn aufzubrühen und ihn zu trinken. Dass das für uns so selbstverständlich ist, macht mich schon sehr nachdenklich. So ist es ja nicht nur mit dem Kaffee so, sondern auch mit allen anderen Esswaren und Industriegütern. Wer kennt da schon alle Hintergründe und Herstellungsprozesse.
Nachhaltig leben bedeutet auch, sich zu informieren wo die Konsumgüter herkommen und zu schauen, ob das umweltbewusst und in fairem Handel vor sich geht. Also eine recht aufwändige Sache. Umweltschutz bedarf viel Engagement und Energie.
Ein ganz lieber Gruss und bis bald
Yves Thoma, LGO6C, 5.3.09
Hallllooooo Christinaaaa
AntwortenLöschenWie bei so vielem, ist erstaunlich wie aufwändig der Prozess im Vergleich zu den schlussendlich geringen Kosten ist. Und das erschreckende ist zudem, dass das meiste Geld davon mit Sicherheit nicht an die Arbeiter auf den Plantagen geht!
Wenn ich an die Lebenserhaltungskosten z.B. in Ecuador denke, kann mir nicht vorstellen, wie dies alles aufgehen soll.
Wenn wir uns mit solchen Prozessen und all den Zusammenhängen beschäftigen, realisieren wir, wie vernetzt und komplex das alles ist und mit welchem Ausmass wir in all dem drinstecken und rundherum von Nahrungsmitteln und Produkten aus der "globalisierten Welt" umgeben sind.